Acceptable Use Policy (AUP) Richtlinie zur akzeptablen Nutzung

Diese Acceptable Use Policy („AUP" bzw. „Nutzungsrichtlinie") legt fest, wie die von der 24fire GmbH (nachfolgend „24fire", „Anbieter", „wir") bereitgestellten Dienste genutzt werden dürfen. Sie konkretisiert und ergänzt unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), insbesondere die dortigen Regelungen zu den Pflichten des Kunden und zu den Sicherheitsvorschriften. Bei Widersprüchen zwischen dieser Nutzungsrichtlinie und den AGB gehen die AGB vor; im Übrigen gelten diese Regelungen ergänzend nebeneinander.

1. Geltungsbereich und abgedeckte Nutzer

Diese Nutzungsrichtlinie gilt für sämtliche von 24fire angebotenen und erbrachten Dienste sowie für die Nutzung unserer Infrastruktur, unseres Netzwerks, unseres Control Panels (cp.24fire.de) und unserer Website.

Diese Richtlinie gilt für alle Nutzer der Dienste, insbesondere für:

  • Kunden – natürliche oder juristische Personen, die einen Vertrag mit 24fire abgeschlossen oder ein Kundenkonto registriert haben;
  • Kontoinhaber und bevollmächtigte Personen, die im Auftrag eines Kunden auf die Dienste zugreifen;
  • Endnutzer und Unternutzer – sämtliche Dritten, denen ein Kunde den Zugriff auf die Dienste oder die Nutzung der über die Dienste bereitgestellten Inhalte und Anwendungen ermöglicht (z. B. Besucher einer beim Kunden gehosteten Website, Nutzer einer vom Kunden betriebenen Anwendung oder Kunden eines Resellers).

Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass alle Personen, denen er den Zugriff auf die Dienste ermöglicht, diese Nutzungsrichtlinie einhalten (siehe Ziffer 7).

2. Umfang der Dienste

24fire ist ein prepaid-basierter Hosting-Anbieter mit Sitz in Deutschland. Unsere Dienste umfassen insbesondere:

  • virtuelle Server (KVM-Server / VPS) auf Basis von AMD EPYC, AMD Ryzen 9, AMD Ryzen 7 und Intel Xeon Hardware;
  • Storage-Server und dedizierte Server (Dedicated Server);
  • Webhosting-Pakete;
  • Registrierung und Verwaltung von Domains;
  • Reseller-Leistungen;
  • zugehörige Verwaltungs-, Support- und Netzwerkdienste.

Unsere Dienste werden in Rechenzentren innerhalb der Europäischen Union erbracht (u. a. NTT in Frankfurt am Main, Deutschland, sowie Skylink in Eygelshoven, Niederlande).

Ein wesentlicher Teil unserer Dienste (insbesondere KVM- und dedizierte Server) wird mit weitreichenden Administrationsrechten („Root-Zugriff") bereitgestellt. Der Kunde verwaltet die darauf betriebenen Betriebssysteme, Anwendungen und Inhalte eigenverantwortlich. 24fire hat grundsätzlich keinen Einfluss auf und keine Kenntnis von den durch den Kunden gespeicherten, verarbeiteten oder übermittelten Inhalten. Der Kunde ist für die rechtmäßige, sichere und sachgerechte Nutzung der ihm zur Verfügung gestellten Ressourcen allein verantwortlich.

3. Erlaubte Nutzung

Die Dienste dürfen ausschließlich für rechtmäßige Zwecke und im Rahmen der vertraglich vereinbarten Leistungen genutzt werden. Erlaubt ist insbesondere:

  • der Betrieb eigener oder berechtigterweise verwalteter Websites, Anwendungen, Dienste und Datenbanken;
  • die Speicherung und Verarbeitung von Daten im Einklang mit den geltenden gesetzlichen Bestimmungen und den Rechten Dritter;
  • die Nutzung der gebuchten Ressourcen (Rechenleistung, Arbeitsspeicher, Speicherplatz, Datenverkehr) im Rahmen der jeweiligen Leistungsbeschreibung und eines fairen, den Regelbetrieb anderer Kunden nicht beeinträchtigenden Gebrauchs („Fair Use").

4. Verbotene Nutzung und unzulässige Inhalte

Die nachfolgenden Nutzungen und Inhalte sind ausdrücklich untersagt. Die Aufzählung ist beispielhaft und nicht abschließend.

4.1 Rechtswidrige und schädliche Inhalte

  • Inhalte, die gegen geltendes Recht verstoßen oder Rechte Dritter (z. B. Urheber-, Marken-, Persönlichkeits- oder Datenschutzrechte) verletzen;
  • Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern oder Jugendlichen sowie jegliche Form von Kinder- und Jugendpornografie (CSAM). Derartige Inhalte werden unverzüglich entfernt und den zuständigen Strafverfolgungsbehörden gemeldet;
  • terroristische, extremistische oder gewaltverherrlichende Inhalte sowie volksverhetzende, rassistische oder zu Hass und Gewalt aufstachelnde Inhalte (siehe hierzu auch unsere Meldung über terroristische Inhalte);
  • Urheberrechtsverletzungen, das unrechtmäßige Verbreiten geschützter Werke, illegale Streaming- oder Filesharing-Angebote sowie der Vertrieb gefälschter Waren;
  • der Verkauf oder die Bewerbung illegaler Waren oder Dienstleistungen (z. B. Drogen, Waffen, gefälschte Dokumente);
  • diffamierende, beleidigende, belästigende oder die Privatsphäre verletzende Inhalte sowie Stalking oder Mobbing.

4.2 Netz- und Systemmissbrauch

  • die Verbreitung von Schadsoftware jeder Art (z. B. Viren, Trojaner, Würmer, Ransomware, Spyware) sowie der Betrieb von Befehls- und Kontrollservern für Botnetze („C2") oder von Exploit-Kits;
  • unbefugtes Eindringen in fremde Systeme oder Netzwerke, unautorisiertes Scannen auf Schwachstellen, Brute-Force-Angriffe, das Umgehen von Sicherheits- oder Authentifizierungsmaßnahmen sowie der unbefugte Zugriff auf Daten;
  • Denial-of-Service- bzw. Distributed-Denial-of-Service-Angriffe (DoS/DDoS), das Fälschen von IP-Adressen oder E-Mail-Header-Informationen (Spoofing) sowie das Stören der Integrität oder Verfügbarkeit von Netzen und Systemen;
  • der Betrieb offener Mail-Relays, offener DNS-Resolver oder offener Proxys, die für Missbrauch genutzt werden können;
  • jede Maßnahme, die den ordnungsgemäßen Betrieb der Server, des Netzwerks oder der gemeinsam genutzten Infrastruktur des Anbieters oder anderer Kunden gefährdet oder beeinträchtigt.

4.3 Missbrauch, Betrug und unerwünschte Nachrichten

  • der Versand unverlangter Massen- oder Werbe-E-Mails (Spam, UCE/UBE), Mailbombing sowie jeder Verstoß gegen anwendbare Anti-Spam-Vorschriften;
  • Phishing, Pharming, Identitätsdiebstahl, das Vortäuschen falscher Identitäten sowie jede Form des Betrugs;
  • die Nutzung der Dienste zur Geldwäsche, zur Terrorismusfinanzierung oder für sonstige finanzkriminelle Zwecke;
  • die Angabe falscher Bestands- oder Zahlungsdaten, der Missbrauch von Zahlungsmitteln sowie die missbräuchliche Inanspruchnahme von Aktionen, Test- oder Gratisangeboten.

5. Eingeschränkte und hochriskante Aktivitäten

Bestimmte Nutzungen bergen ein erhöhtes Missbrauchs- oder Beeinträchtigungsrisiko. Sie sind nur unter den nachstehenden Voraussetzungen und nur zulässig, soweit sie nicht bereits nach Ziffer 4 untersagt sind:

  • Massenversand von E-Mails / Newsletter: nur mit nachweisbarer Einwilligung der Empfänger (Opt-in), korrekter technischer Konfiguration und unter Beachtung der Anti-Spam-Vorschriften;
  • Anonymisierungs- und Weiterleitungsdienste (z. B. öffentliche VPN- oder Proxy-Dienste, Tor-Exit-Nodes): nur nach vorheriger Abstimmung mit 24fire, da hiervon ein erhöhtes Abuse-Risiko ausgeht;
  • Sicherheitsforschung und Penetrationstests: ausschließlich gegen eigene Systeme oder gegen Systeme, für die eine nachweisbare, ausdrückliche Berechtigung des Inhabers vorliegt;
  • Rechtlich zulässige Inhalte für Erwachsene: nur, soweit sie geltendem Recht entsprechen, ein wirksamer Jugend- bzw. Altersschutz gewährleistet ist und sie nicht bereits nach Ziffer 4 untersagt sind.

24fire behält sich vor, einzelne hochriskante Nutzungen von einer vorherigen Genehmigung abhängig zu machen, einzuschränken oder zu untersagen.

6. Einhaltung von Gesetzen, Sanktionen und Exportkontrolle

Der Kunde verpflichtet sich, die Dienste ausschließlich im Einklang mit allen anwendbaren Gesetzen und Vorschriften zu nutzen. Dies umfasst insbesondere das jeweils geltende Recht der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union sowie alle für die konkrete Nutzung des Kunden maßgeblichen rechtlichen Bestimmungen.

Die Dienste dürfen nicht unter Verstoß gegen geltende Sanktions-, Embargo- oder Exportkontrollvorschriften genutzt werden. Insbesondere dürfen die Dienste nicht von oder zugunsten von Personen, Organisationen oder in Ländern bzw. Gebieten genutzt werden, die einschlägigen Sanktionen oder Embargos der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland oder der Vereinten Nationen unterliegen. Der Kunde sichert zu, dass weder er selbst noch von ihm berechtigte Endnutzer auf einer einschlägigen Sanktionsliste geführt werden.

24fire erbringt seine Dienste im Einklang mit dem anwendbaren deutschen und europäischen Recht und kooperiert im gesetzlich vorgesehenen Rahmen mit den zuständigen Behörden.

7. Verantwortung für Dritte, Endnutzer und Reseller

Der Kunde ist für sämtliche Aktivitäten verantwortlich, die über sein Kundenkonto, seine Server, seine Dienste oder seine Zugangsdaten erfolgen, unabhängig davon, ob diese durch ihn selbst oder durch von ihm berechtigte Dritte (Endnutzer, Unternutzer, Mitarbeiter, Kunden eines Resellers) veranlasst werden.

  • Der Kunde hat sicherzustellen, dass alle Personen, denen er den Zugriff auf die Dienste oder die Nutzung der bereitgestellten Inhalte ermöglicht, diese Nutzungsrichtlinie einhalten. Ein Verstoß eines Endnutzers gilt als Verstoß des Kunden.
  • Stellt der Kunde die Dienste ganz oder teilweise Dritten zur Verfügung (insbesondere als Reseller), hat er diesen mindestens gleichwertige Nutzungsbedingungen aufzuerlegen und deren Einhaltung durchzusetzen.
  • Der Kunde stellt 24fire von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund eines von ihm oder seinen Endnutzern zu vertretenden Verstoßes gegen diese Nutzungsrichtlinie geltend gemacht werden, soweit der Kunde den Verstoß zu vertreten hat. Die ergänzenden Regelungen der AGB bleiben unberührt.

8. Überwachung und Kontrolle

24fire überwacht die Inhalte der Kunden nicht aktiv und ist hierzu auch nicht verpflichtet. Eine allgemeine Überwachungspflicht besteht nicht. 24fire ist jedoch berechtigt – ohne hierzu verpflichtet zu sein –, technische Betriebs- und Verkehrsdaten zur Gewährleistung der Sicherheit, Stabilität und Verfügbarkeit der Dienste zu erheben und auszuwerten sowie Inhalte und Nutzungsvorgänge zu überprüfen, wenn:

  • konkrete Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen diese Nutzungsrichtlinie, die AGB oder geltendes Recht vorliegen;
  • eine Abuse-Meldung, Beschwerde oder ein Hinweis Dritter eingeht;
  • dies zur Abwehr von Gefahren für die Infrastruktur, das Netzwerk oder andere Kunden erforderlich ist; oder
  • eine gesetzliche Verpflichtung oder eine behördliche oder gerichtliche Anordnung dies verlangt.

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt dabei ausschließlich im Rahmen der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen; Einzelheiten regelt unsere Datenschutzerklärung.

9. Durchsetzung, Maßnahmen, Sperrung und Kündigung

Bei einem Verstoß oder dem konkreten Verdacht eines Verstoßes gegen diese Nutzungsrichtlinie ist 24fire berechtigt, angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Art und Umfang der Maßnahme richten sich nach der Schwere des Verstoßes, wobei die berechtigten Interessen des Kunden angemessen berücksichtigt werden. In Betracht kommen insbesondere:

  • die Aufforderung zur unverzüglichen Beseitigung des Verstoßes;
  • das Deaktivieren, Sperren oder Entfernen einzelner Inhalte, Programme oder Skripte;
  • die vollständige oder teilweise, vorübergehende Unterbrechung der Anbindung an das Internet;
  • die Sperrung des betroffenen Servers, einer IP-Adresse oder des Kundenkontos – bei einer Abuse-Meldung zu einem Server bzw. einer IP-Adresse ist 24fire zur Sperrung berechtigt;
  • die außerordentliche, fristlose Kündigung des Vertragsverhältnisses bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen.

In dringenden Fällen – etwa bei einer akuten Gefahr für die Infrastruktur, das Netzwerk, Dritte oder bei offensichtlich rechtswidrigen Inhalten – kann 24fire Maßnahmen mit sofortiger Wirkung und ohne vorherige Ankündigung ergreifen. 24fire informiert den Kunden über ergriffene Maßnahmen unverzüglich, in der Regel per E-Mail, soweit dem keine gesetzlichen oder behördlichen Gründe entgegenstehen.

Verstöße gegen diese Nutzungsrichtlinie können zivil- und/oder strafrechtliche Folgen haben. 24fire wird Sicherheits- und Rechtsverstöße aufklären und erforderlichenfalls mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten sowie zivilrechtliche Ansprüche durchsetzen. Die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen bleibt vorbehalten.

10. Meldung von Verstößen (Abuse)

Verstöße gegen diese Nutzungsrichtlinie sowie missbräuchliche oder rechtswidrige Inhalte können Sie uns jederzeit melden:

Bitte schildern Sie den Sachverhalt möglichst genau (betroffene Inhalte, Domain, IP-Adresse, Zeitpunkt). Wir gehen eingehenden Meldungen nach und ergreifen erforderlichenfalls die in Ziffer 9 beschriebenen Maßnahmen.

11. Änderungen dieser Nutzungsrichtlinie

24fire kann diese Nutzungsrichtlinie anpassen, insbesondere um sie an geänderte rechtliche oder technische Rahmenbedingungen, neue Dienste oder neue Missbrauchsformen anzupassen. Die jeweils aktuelle Fassung ist auf dieser Seite abrufbar. Wesentliche Änderungen werden in einem angemessenen Rahmen kommuniziert. Die ergänzenden Regelungen der AGB zur Änderung von Vertragsbedingungen bleiben unberührt.

12. Verantwortlicher Anbieter

24fire GmbH
Kronenstraße 4
68723 Schwetzingen
Deutschland
E-Mail: kontakt@24fire-gmbh.de

Weitere Angaben finden Sie in unserem Impressum.

Stand: Juni 2026